Rabenmutter oder einfach nur konsequent !?

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RabenmutterAch Menno, kaum ist man eingezogen kennt einen auch schon das ganze Dorf. Nicht etwa weil man so sozial engagiert ist, eine vorbildliche Nachbarin oder durch ein freundliches und zuvorkommendes Auftreten auffällt sondern vielmehr weil man versucht seine Grundsätze der Kinder Erziehung durch zu bringen. Was bei unseren lieben Kleinen in 100% der Fälle in einen großen Wutanfall ausartet. Und wenn ich von einem großen Wutanfall rede dann sieht das so aus das sich unser Prinzessinnenmädel in einen apathischen Sing Sang kreischt indem sie aus voller Brust ein und denselben Satz solange hysterisch heraus brüllt bis sie entweder heißer ist und keinen Ton mehr heraus bekommt oder sie das bekommt was sie wollte. In letzterem Fall folgt darauf meistens dann schon der nächste Wutanfall. Und der Lernerfolg aus dieser Situation ist gleich Null.
Gerne wird dieser Wutanfall auch davon begleitet das Dinge geworfen werden, gespuckt, getreten und geweint wird und das wichtigste: Die doofe Mama beschimpfen die sowieso an allem Schuld ist.
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle auch erwähnen das wir uns gerade in der „Schnuller nur noch Nachts zum Schlafen „Phase befinden, jeder Elternteil weiß was dies bedeutet.

Besonders wenn unsere Zuckermaus müde wird oder ist merkt man dies sehr schnell daran das ihr „gute Laune Pegel“ unter 0 sinkt. Während andere Kinder, so wie wir es beobachtet haben, sich einkuscheln, ruhig werden oder bei den Eltern auf dem Arm einschlafen und vor sich hin dösen, taut sie so richtig auf. Es wird gezickt, getobt, Unsinn gemacht, gebockt, zerstört und geschrien. Man kann sagen: Je müder das Kind desto größer das Schlachtfeld. Und wehe man verpasst den richtigen Zeitpunkt einzugreifen, dann heißt es entweder nur noch abwarten bis der Sturm vorüber gezogen ist oder man „zieht sein Ding durch“.

Auch unser Nesthäkchen schaut sich einiges bei der großen Schwester ab und hin und wieder versucht auch sie das „Böckchen“ heraus zu lassen.

Einige von diesen Situationen möchte ich euch nicht vorenthalten, unter dem Titel Rabenmutter gibt es nun regelmäßig frischen „Diskussion“ Stoff.
Und während ich in meiner Rolle als Hausfrau, Partnerin und Mutter versuche alle Dinge geregelt zu bekommen, vor Schweiß nur so triefe obwohl es nur 9°C sind, die dritte Kopfschmerztablette an diesem Tag genommen habe, wieder nichts funktioniert wie es sollte und wir sowieso wieder unter chronischer Verspätung leiden, nehmen sich Menschen, die keinen Einblick in all dieses haben, das Recht heraus über uns zu Urteilen. In diesem Fall natürlich über mich als Mutter.
Gerade wenn solche Situationen in der Öffentlichkeit vorkommen gibt es nur 3 Varianten wie andere Leute auf uns reagieren.
Variante 1 beinhaltet stures ignorieren und wegsehen, gefolgt mit einem genervten Platzwechsel. Nein, davonlaufen ist keine Lösung, ihr löst euch nicht in Luft auf und meine Kinder schreien auch 2 Sitzbänke weiter noch vor sich hin.
Variante 2 beinhaltet mitleidige Blicke, gefolgt von einem beschämten Lächeln falls sich die Blicke kreuzen und ein seliger Blick mit Grinsen der einem verrät das der Gegenüber genau diese Situation kennt und froh ist das auch andere Kinder „so“ sein können. Und Variante 3 beinhaltet stures einmischen, lästern, nörgeln und lautstark seinem Unmut freien Lauf lassen. An diesem Verhalten erkennt man nur zu gut wer keine eigenen Kinder hat. Was nicht heißt das ich jedes Verhalten anderer Eltern und Kinder befürworte.

Als ich noch keine Kinder hatte gingen mir fremde Kinder super auf die Nerven, stieg eine Kindergartengruppe in die Bahn wechselte ich das Abteil und wenn irgendwo eine Mutter mit weinendem Kind war habe ich mich immer gefragt warum sie denn nichts unternimmt damit es aufhört. Jetzt, als Mama von zwei Kindern hat sich die Lage deutlich entspannt. Ich bin Kinderlärm gewohnt und betrachte vieles mit einem Lächeln. Ehrlich gesagt bin ich auch ein „Variante2“ Typ. Dennoch können mich auch heute noch die Kinder von anderen nerven, besonders wenn das Nachbarsbaby den ganzen Vormittag schreit und weint und ich hätte ausschlafen können, der Nachbarsjunge auch spät abends noch mit seinem Bobby Car durch die Wohnung brettert und den Ball an die Wand schießt obwohl unsere Mädels längst im Bett liegen und versuchen zu schlafen und die älteren aus der Nachbarschaft Klingelstreiche machen.

Wie seht ihr das Ganze, sollte man seinen Regeln treu bleiben? Was zu Hause gilt, zählt auch draußen. Oder sollte man versuchen in der Öffentlichkeit, dazu zähle ich jetzt auch mal die liebe Familie mit all ihren Verwandten, bloß nicht auf zu fallen und nachgeben damit das Kind ruhig ist?

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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6 Antworten zu Rabenmutter oder einfach nur konsequent !?

  1. Lara schreibt:

    Hallo
    Ich bin zum ersten Mal auf deinem Blog. Das wunderschöne Panorama hat mich schon beeindruckt und als Rabenmutter habe ich deinen Blog nach diesem Beitrag abonniert 🙂
    Ich habe versucht in der Öffentlichkeit nicht aufzufallen, ich hasse es, so aufzufallen, aber es war eine Katastrophe. Irgendwann war das Verhalten draussen einfach nur noch unmöglich und es wurde dauernd getestet, wann Mama denn endlich einschreitet. Also Augen zu und durch!
    Inzwischen habe ich mich dran gewöhnt nach dem Motto: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert 😉

    Liebe Grüsse
    Lara

    • Queen of Home schreibt:

      Liebe Lara
      schön das du den Weg auf meinen Blog gefunden hast. In Zukunft gibt es immer wieder Beiträge zum Thema „Rabenmutter“ Aktuell tippse ich schon wieder an einem. Werde auch öfters mal bei dir vorbei schauen und in den Büchern stöbern 😉
      herzliche Grüße

  2. ClauDia schreibt:

    Ich weiß es nicht, Liebes, ich denke, durchziehen… streng sein, egal wo. Später wirst du dir dankbar sein, auch wenn es jetzt wirklich schwer ist.
    Und einfach hoffen, dass es schnell vorbei geht und wissen, dass es anderen sicher noch schlimmer geht 😀 schlimmer geht immer 😀
    uuuuuuuuuuuuuuund… nicht vergessen, sie bald einzufrieren und mit 21 wieder aufzutauen 😀 😀
    Ich drück dich! ♥ du machst das ganz sicher ganz richtig!!!!!

  3. sabo schreibt:

    🙂 Variante 3-Mitmenschen sind mir die meistgehassten. Ähnlich wie die, die sobald das Wort „krank“ fällt mit „Bruhe und Globuli XY ankommen“ ich glaub, man nennt sie auch Klugscheißer.
    Zum Glück hab ich die Wutausbruchphasen in der Öffentlichkeit zum größten Teil überstanden. Inzwischen beschränkt sich das eher auf bockiges und trotziges mit gesenktem Kopf neben mir herstapfen der Lütten, wenn sie ihren Kopf nicht durchsetzen kann.
    Ja, was drin gilt, gilt auch draußen. Nur damit ein besonders harmonischer Eindruck bei anderen entsteht, lass ich mich nicht von einem kleinen Furzknoten erpressen.
    Knuddel!
    Sabo

  4. Herzmutter schreibt:

    Hihi… cooler Beitrag. Ganz ehrlich, mir geht das auch oft so. Ich hab aber meistens wenig Zeit mir über andere Gedanken zu machen wenn so ein Wutanfall da ist bin ich ja mit Rumtragen usw. beschäftigt 😉 Mich nerven eher die Blicke wenn ich irgendwas Komisches mache wie zB für das Kind singen *ggg* Und ach ja: Willkommen im Dorfleben ^^ Liebe Grüße, Janina

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