Blogparade: Kind-in-Aktion #4 – Fernsehen, Bücher, Internet – Kind und Medien

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Ob Buch oder Cd, Handy, Internet, Computer oder Schallplatte eines haben all diese Dinge gemeinsam. Die zählen zu der Kategorie „Medien“ und diese sind ja bekanntlich dazu da uns etwas zu vermitteln. Und genau dazu möchte Timm in der 4. Runde seiner Blogparade „Kind-in-Aktion wissen wie wir, in Hinblick auf unsere Kinder, damit umgehen.

Wie war es bei mir:
Ich denke das meine Schwester und ich einen ganz „normalen“ Umgang mit Medien gehabt haben. Natürlich für die Zeit in der wir groß geworden sind.

Den Anfang haben ein Rekorder und Kassetten gemacht. Benjamin Blümchen, Bibi Blockberg, Flitze Feuerzahn, Heidi, Ottifanten, Alf und natürlich jede Menge an Kinderliedern und Märchen Kassetten wurden rauf und runter gespielt. Und auch schon mal eine leere Kassette „besungen“. Jeder der etwas auf sich hielt hatte natürlich auch einen Walkman. Kann man sich wahrscheinlich heute nur noch sehr schwer vorstellen, alle 30 Minuten die Kassette umdrehen, spulen, Bandsalat. Mal ganz davon abgesehen dass die Dinger ja wirklich globig und schwer waren. Jeder von uns hat doch schon mal damit im Bett gelegen und zum einschlafen seine Lieblingslieder gehört. Und der gute alte Bandsalat, wer kannte ihn nicht, vorsichtig mit einem Stift hat man versucht die Spule wieder auf zu drehen und wenn dann doch mal das Band gerissen war wurde es penibel geklebt. Das brachte dann allerdings an manchen Stellen beim abspielen ein „hmdisdfudufgao“ anstatt des verständlichen Wortes.
Als wir dann älter wurden ist der Rekorder einem Kassettendeck gewichen, mit Radio und Schallplattenspieler.
Stundenlang haben wir davor gesessen und das Radio laufen lassen um eines unserer Lieblingslieder zu hören. Dann haben wir immer ganz schnell auf die „Aufnahme“ Taste gedrückt und uns somit unsere eigenen Kassetten zusammengestellt. Und grundsätzlich war am Anfang und Ende eines Liedes entweder die Werbung oder der Radiosprecher zu hören.
Ich weiss noch wie ich von meinem Onkel einen Discman geschenkt bekommen habe. War ich aufgeregt. Nun wichen die Kassetten den Cd´s. Man konnte einfach ein Album einlegen und musste nicht mehr stundenlang Kassetten aufhemen. Einziger Nachteil: BEWEGUNG, sobald man damit herumgelaufen ist wurde das gute Teil erschüttert und die Cd ist gehüpft und dies zu 90% immer an den besten Stellen deiner Lieblingssongs.
Bücher gab es bei uns natürlich auch, meine Eltern haben schon immer viel gelesen und überall in der Wohnung / Haus kamen sie vor. Wir haben dann einen Büchereiausweis gehabt und kamen uns soooooo „cool“ vor. Dort haben wir uns getroffen zum quatschen, rumhängen und natürlich um neue Leselektüre zu bekommen. Ich habe Stunden und Tage dort verbracht um das Material für Arbeiten und Referate in der Schule und Ausbildung zusammen zu bekommen.
In der Pubertät  kamen dann so tolle Zeitschriften wie Bravo, Bravo Girl und Mädchen dazu aber auch Musikmagazine.
Dies waren aber auch die Zeiten in denen man einen Videotheken Ausweis besaß, mit denen meine Eltern dann Videopakete zum Wochenende ausgeliehen haben. Kann man sich kaum noch vorstellen was dass immer für ein „trara“ war: zurückspulen nicht vergessen.
Auch der Fernseher spielte bei uns eine Rolle, im Wohnzimmer schaute man zusammen Videos oder ausgewählte Sendungen. Mit 13 oder 14 hatte ich dann meinen eigenen kleinen Fernseher auf dem Zimmer und konnte endlich sehen was ich wollte und wann ich es wollte.
Dies war auch die Zeit der ersten Computer. Ich kann gar nicht beschreiben wie stolz ich war als mein Vater mir seinen Amiga Comodore „vermacht“ hat. Nun hatte ich einen eigenen Computertisch in meinem Zimmer mit allem drum und dran und jedes Spiel wurde rauf und runter gespielt.
In dem Alter ungefähr hab eich auch mein erstes Mobiltelefon bekommen. Wow ich konnte es kaum glauben, in meinem Freundeskreis hatte bis auf 1 oder 2 noch niemand ein Handy. Ich fand mich mega cool und obwohl das Ding so groß und schwer wie ne Milchpackung war holte ich es bei jeder Gelegenheit heraus um es zu präsentieren.

Mittlerweile besitze ich ein Handy das kaum größer wie ein Feuerzeug ist, Walk- und Discman sind dem I-Pod gewichen und wir nehmen auch keine Kassetten mehr auf sondern speichern unsere Medien auf einen USB- Stick oder brennen es auf einer CD ab. Auch habe ich schon lange keinen Büchereiausweis mehr denn wenn ich etwas nachschlagen muss bemühe ich meine Freunde „Google“ und „Wikipedia“.  Auch leihen wir keine Filme mehr aus der Videothek aus. Wir haben ein Abo für eine Online-Videothek und bekommen unsere Wunschfilme einfach nach Hause geschickt oder schauen sie direkt am Computer. Auch wo wir früher 5-6 Gerätestehen hatten gibt es heute nur noch ein oder 2 Kombigeräte die alles weitere beherrschen.

 
Doch nun erstmal zu Timms Fragen:

Wie führst du Kinder ans Lesen heran?
Es ist wirklich schade das es heutzutage doch tatsächlich Kinder gibt die nicht wissen was Bücher sind, noch nie Eines in der Hand gehabt haben und teilweise noch nicht mal lesen können. Unsere Kinder haben schon sehr früh die ersten Erfahrungen mit Büchern gemacht. Badewannenbücher sind toll, weich, groß, mit einzelnen Motiven aus Babys Alltag und man kann sie mit ins Wasser nehmen. Die kleinen können darauf herum kauen und wenn mal der Keks daran klebt kann man sie einfach abwaschen. Hiermit können sie das erste umblättern üben und Bilder anschauen. Auch Buggybücher sind hier sehr beliebt. Dies sind kleine Bücher die man direkt am Kinderwagen befestigen kann. So sind die Kleinen lange Beschäftigt und Mama kann ich Ruhe einkaufen denn Dank der Befestigung könne sie nicht raus fallen und man muss sich nicht 2x in der Minute danach bücken.
Zum Anfang hatten wir viele Bücher mit großen Bildern oder einzelnen Motiven, hier konnten wir mit den Kindern schauen und sie haben Dinge wie z.B. einen Ball erkannt. Mittlerweile haben wir eine Pixibuch- Sammlung von knapp über 100 Stück und die Kinder haben fast mehr Bücher wie die Mama. Bei uns wird vorgelesen, angeschaut und nachgeschlagen. Egal ob Oster, Zoobesuch, Aufräumen, Töpfchen gehen, Fahrzeuge oder Kinderarzt, wir haben zu fast jedem Thema ein passendes Buch. Meist kommt zu aktuellem Anlass eines hinzu. Als wir z.B. im Krankenhaus waren gab es Conni beim Kinderarzt, als wir mit dem Flugzeug zur Oma geflogen sind gab es Connies erster Flug usw. Unsere Maus schaut gerne Bücher, wir lesen vor, erkennen Sachen, entdecken neue Dinge, erfinden Geschichten dazu, lernen Wörter, Farben und Zahlen, Tiere, Fahrzeuge, Gegenstände oder schauen einfach nur die Bilder. Meist nimmt sie sich auch alleine ein buch aus dem Schrank und schaut es an. Mittlerweile steht sie dann auch schon mal am Zeitschriften Regal im Supermarkt oder der Buchhandlung. So hatten wir dann auch schon eine Zeitschrift von Biene Maja, Prinzessin Lillfee und Winni Pooh. Diese wurden auch sorgfältig gehütet und immer wieder „gelesen“.
Wenn die große im Sommer in den Kindergarten kommt werden wir uns auch wieder einen Ausweis für die Stadtbücherei machen lassen. Ich finde es wichtig das die Kinder lernen das man die Bücher nicht alle am Computer kaufen kann oder von Freunden geliehen und geschenkt bekommt sondern das man sich diese auch dort ausleihen und anschauen kann. So lernen sie direkt noch mal ein Stück Verantwortung, mit fremden Sachen um zu gehen und können sich schon das heraussuchen was sie wirklich interessiert.
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Was hältst du von Hörmedien für Kinder?
Ich mag sie. Liegt wahrscheinlich auch daran das ich selber als Kind Hörspielkassetten hatte und auch heute noch ein bekennender Hörspiel/buch Fan bin.
Wir besitzen auch einen Kinder- Kassettenrecorder und einige Kassetten mit Kinderliedern. Johanna nimmt sich den Recorder wenn sie Lust dazu hat, schaltet ihn ein und tanzt oder singt dazu. Dies ist etwas was ihr viel Spaß macht und so lernt sie auch direkt noch einige neue Lieder. Für Hörspiele an sich ist sie noch zu jung. Wir besitzen schon einige z.B. Winni Pooh oder Heidi, die wir auch schon mal angetestet haben doch die Aufmerksamkeitsspanne lässt hier stark nach. Obwohl sie Namen und Situationen wiedererkennt ist es doch einfach noch zu „langweilig“. Ich finde grade um mal zu entspannen ist dies genau das richtige denn oft ist zuhören dann leichter wie selber lesen z.B.
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Welchen Stellenwert sollte das Fernsehen für Kinder haben?

Meiner Meinung nach sollte es gar keinen bis geringfügigen Stellenwert haben. Ich finde nicht das Kinder Fernsehen als etwas natürlich und selbstverständliches ansehen sollten. Generell „brauchen“ sie kein Fernsehen schauen. Warum? Darum ! Fernsehen macht dumm, ja es ist wirklich so während man durch aktive Eigenbeschäftigung seine Sinne und Motorik fördert lässt stupides auf den Bildschirm sehen der Fantasie wenig Spielraum. Abgesehen das es für die kleinen Augen gar nicht gut ist. Jetzt könnte man dagegen argumentieren das es ja auch Lern und Dokumentations- Sendungen gibt. Ja dass schon aber da kann man auch ein Buch zur Hand nehmen oder in den Zoo fahren wenn man Tiere sehen mag.
Solange sie klein sind versuche ich sie vom Fernseher „weg“ zu halten. Es kommt noch früh genug das sie sich damit beschäftigen.
Bei uns bleibt der TV Tagsüber aus. Natürlich weiß sie wie er angeschaltet wird und wie die Fernbedienung funktioniert, dass ist auch nicht weiter schlimm. Unsere Kinder „dürfen“ fern sehen. Wir haben auch die ein oder andere Sendung die sie mag und ab und an mal schauen darf. Dies ist aber meist der Fall wenn sie mal krank ist, tagelang Regenwetter usw. Aber dann auch nicht nach Uhrzeit sondern wenn wir grad dran gedacht haben ist gut wenn nicht bleibt der Fernseher aus. Das hat auch alles seinen Grund: Ich halte nicht sehr viel von dem sogenannten „Kinderprogramm“. Während wir mit der Sesamstrasse aufgewachsen sind und mit Graf Zahl zählen gelernt haben oder bei Löwenzahn neue Dinge erforschen konnten und später die Abenteuer der Disney Helden miterleben gibt es doch kaum noch eine „pädagogisch wertvolle“ Sendung. Die meisten Serien und Sendungen setzten einfach nur auf laut, bunt, wild und Gewalt. Entweder gibt es rosa, Plüsch Elfen in einer Glitzerwelt wo natürlich alles total süß und herzallerliebst ist, oder es gibt die total überzeichneten Kampf- Aktion Serien in denen wie wild aufeinander „gekloppt“ wird und die Hauptpersonen auf einmal Drachen auf Armbändern rufen können, Tiere in Bälle gesperrt werden oder es einfach nur darum geht dem anderen das Leben schwer zu machen.
Ausnahme ist der Sonntagmittag. Wenn wir grade daran denken und nichts anderes vor haben schauen wir dann das Sonntags- Märchen auf dem Kinderkanal.

Dafür besitzen wir einige DVD mit Kinderfilmen und Serien. Diese sind von uns ausgewählt und vor allem werbefrei. Wir vertreten zwar die Meinung dass der Fernseher nicht das Kindermädchen und die Erziehung übernehmen sollte dennoch sind die Momente in denen das Kind auf dem Sofa eingekuschelt eine Folge von Lauras Stern schaut unbezahlbar. In dieser halben Stunde kann Mama endlich einmal in Ruhe auf Toilette gehen, Kaffee holen, die Wäsche umfüllen und die Schwester wickeln ohne in Unruhe und Panik zu verfallen. Denn dies sind die Minuten in denen unser Töchterlein wie gebannt auf den Bildschirm schaut und der Geschichte folgt ohne auch nur einmal an Quatsch und Unsinn zu denken.
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Wie führst du Kinder an Computer und Internet heran?

Im Moment mache ich mir da nicht so sehr viele Gedanken da unsere beiden Mäuse ja noch recht „klein“ sind.
Der Computer und auch das Internet spielen bei uns aber eine wichtige, tägliche Rolle. E-Mails abrufen, Überweisungen machen, Sachen bestellen, Fotos an die Omas schicken, Radio hören, etwas Nachschlagen, wir benutzen täglich den Rechner. Natürlich bekommt die große mit wenn Mama und Papa wie wild in die Tasten „hauen“.  Auch schauen wir schon mal bei Youtube ein Video mit ihr an. Sie hat eine ausrangierte Tastatur bekommen auf der sie dann auch tippen kann. Dass ist aber nicht das selbe und so darf sie dann auch schon mal am Laptop von Papa einen Brief oder Einkaufszettel schreiben oder mit Paint ein Bild malen. Sie ist überraschend geschickt was diese technischen Dinge angeht und so schafft sie es den Rechner alleine hoch zu fahren und sich das Programm zu öffnen, zum Glück gibt es den Passwort- Schutz. Auch mit dem Windows Telefon kann sie ohne Hilfe umgehen, E-Mails verschicken, Videos und Fotos machen, die Galerie ansehen und und und. Wie ihr seht muss hier alles versteckt, hoch gelegt und doppelt und dreifach gesichert werden. So dann später auch das Internet wenn sie mal soweit sein sollte. Es ist wichtig dass die Kinder der heutigen Zeit den Umgang mit dem PC lernen und auch wie sie „richtig“ mit dem Internet arbeiten. Da mittlerweile ja fast alles über das Internet gemacht wird und auch an den Schulen immer mehr damit gearbeitet wird, bleibt das nicht aus. Wir werden gar nicht drum rum kommen das unsere Kinder den Computer und das Internet nutzen aber wir werden es so Kindersicher wie möglich machen. Viel zu schnell macht man einen KLICK und landet auf Seiten die nicht für Kinderaugen gedacht sind. Das Internet hat uns viele neue Möglichkeiten eröffnet und uns vieles erleichtert doch genauso bringt es unzählige Gefahren mit sich vor denen selbst wir nicht immer sicher sind.

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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2 Antworten zu Blogparade: Kind-in-Aktion #4 – Fernsehen, Bücher, Internet – Kind und Medien

  1. Iris schreibt:

    Ich finde es auch sehr schade, dass die Stadtbüchereien offensichtlich nicht mehr so attraktiv für die Kinder sind. Zu meiner Zeit gab es einen Bücherbus, der die etwas entlegeneren Stadtteile einnmal wöchentlich anfuhr. Für meine Freundin und mich war das ein fester Termin.

  2. sabo schreibt:

    Gefällt mir 🙂 Dein Artikel. Ist wie immer richtig gelungen und so schön ausführlich.
    Die Bilder sind toll.
    LG, Sabo

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