Blogparade: Kind-in-Aktion #3 – es darf geputzt und gekocht werden- das Kind im Haushalt

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Das bisschen Haushalt, macht sich von allein….*träller* Wenn es doch nur so einfach und schön wäre. Die Kind-in-Aktion Blogparade geht in die 3. Runde und Timm ist ganz neugierig darauf wie es bei uns mit dem Kind im Haushalt ist. Auch hat er bereits Zwei Sponsoren gefunden die wirklich schöne Sachen zur Verfügung stellen.

Jetzt musste ich wirklich erstmal ganz genau grübeln um mich daran zu erinnern wie es war, als wir Kinder waren.
Wir mussten nie wirklich im Haushalt mithelfen, für meine Eltern war es wichtig dass wir Zeit für unsere Schule, Freunde und Freizeit hatten.
Für unsere Zimmer waren wir aber selber verantwortlich. Auch Tischdecken, Teller abräumen, mit einkaufen haben wir gemacht aber es gab keinen Plan oder Liste.

Als wir noch jünger waren ist meine Mutter zu Hause geblieben und hat sich um die Dinge gekümmert, als sie dann wieder arbeiten gegangen ist haben meine  Eltern sich die Aufgaben geteilt. Wenn meine Mutter arbeiten war hat eben mein Vater schnell gesaugt, gekocht und gespült. Ich denke so einen festen Plan hatten die 2 auch nicht, mein Papa war und ist er auch heute noch für den Müll und den Trockner verantwortlich 😉

Irgendwann in meiner Jugendzeit habe ich mich dann auch schon mal von alleine mit eingebracht, Geschirr zusammen gesucht, gesaugt, gespült, Müll fertig gemacht und so Kleinigkeiten. Ich dachte dass sich das so gehören würde und meine Eltern haben sich immer sehr gefreut wenn sie nach Hause kamen und alles schon fertig war.

Und wie sieht es heute bei uns aus?

Ich vertrete den Standpunkt dass jedes Kind seine Kindheit genießen sollte, Freiräume hat und Dinge tun kann die ihm Spaß machen. Es ist aber auch sehr wichtig das Kinder Regeln und Grenzen erfahren und lernen dass nicht alles über Nacht von den Heinzelmännchen erledigt wird.
Bei uns im Haushalt herrscht fast immer Chaos und je mehr ich versuche einen Plan oder Ablauf zu erstellen, desto mehr läuft das Ganze schief. Um einigermaßen hinterher zu kommen muss hier jeden Tag gewerkelt werden.

Der Haushalt gehört ganz natürlich mit in den Tagesablauf hinein und seit die Große sich selbst fortbewegen kann hat sie auch mitgeholfen, wenn man das so nennen kann.

IMG_4238Beim Staubwischen hat sie ihr eigenes Tuch und darf bisschen wedeln, das Geschirr aus Kunststoff durfte sie abtrocknen, Wäsche zusammen suchen und in die Waschmaschine packen.
Auch haben wir ihr schon von klein auf beigebracht was und vor allem wo die Mülleimer sind. Zum Glück hat es ihr jede Menge Spaß gemacht ohne Pause von uns mit Papierfetzen versorgt zu werden die dann schnell in den Mülleimer gebracht werden mussten.

Nach jeder Mahlzeit muss gesaugt werden, teilweise sogar gewischt, in dem Alter unserer Mäuse geht noch wirklich viel daneben und wir haben sie beide schon sehr früh alleine essen lassen.
Das mache ich schnell alleine wenn die beiden noch in den Hochstühlen sitzen. Oder die Große krabbelt über den Boden und hebt alles auf was herunter gefallen ist. Keine Ahnung warum sie dass so toll findet.
Danach werden die Kinder sauber gemacht und können im Wohnzimmer spielen während ich schnell die erste Runde abwasche auch hier bekomme ich Hilfe denn unsere Maus liebt es durch die Zimmer zu laufen und alles einzusammeln was Mama „saubi“ machen kann.
Besteck kann sie auch schon alleine weg räumen (ohne scharfen Messer und spitze Scheren versteht sich)
Auch ihr Kindergeschirr räumt sie selber weg. Meistens machen wir dann noch schnell eine Waschmaschine an. Johanna hilft natürlich auch hier fleißig mit, sammelt die Sachen ein , steckt sie in die Maschine, darf das Programm auswählen und einschalten. Ich denke in der Hinsicht haben wir wirklich Glück gehabt das wir von Anfang an den Haushalt als ganz selbstverständlich laufen lassen haben und unser Töchterchen liebend gerne das macht was Mama und Papa machen. Das wird sich wahrscheinlich in der Pubertät ganz rasch ändern, doch im Moment findet sie es wahnsinnig toll und spannend zu putzen, Wäsche zu holen, in den Trockner zu stecken, zu „falten“ und Sachen zu sortieren.

$T2eC16V,!zUE9s38+CfSBQi8PRoREQ~~48_72[1]Von Oma und Opa hat sie im letzten Jahr den Vileda Kinderputzwagen bekommen. Seit dem ist sie jeden Tag damit beschäftigt zu fegen, wischen, kehren und „Müll“ in Tüten zu verfrachten.
Ansonsten geht es meist recht reibungslos zu, es wird das gemacht was ins Auge fällt, beim Händewaschen eben die Ablage und das Waschbecken mit, wenn man auf Toilette ist eben den Deckel und Brille mit sauber machen, wenn man gespült hat kann man auch schnell über die Schränke wischen.
Das klappt bis jetzt ganz gut, wenn man sich damit anfreunden kann das alles was man selber in die Hand nimmt auch vom Nachwuchs begutachtet werden möchte. Denn so wird aus dem „ich räum mal eben die Bücherregale auf „ eine Tagesbeschäftigung.
Größere Aktionen wie Betten wechseln, waschen, Bad und Toilette gründlich putzen usw. werden auf den Mittagsschlaf der Kinder oder das Wochenende verlegt wenn der Papa auch zu Hause ist, der geht dann meistens auf den Spielplatz oder schon mal einkaufen während ich zu Hause in Ruhe werkeln kann.

PIC_0013Auch was das Kochen und Backen oder einkaufen angeht ist sie sehr leicht zu begeistern und so sucht sie die Zutaten zusammen, hilft  beim kleinschneiden, rührt in den Töpfen und Pfannen, nascht ab und an und kennt den Supermarkt fast besser auswendig wie ich. Bei meinen Eltern hat sie auch noch eine große Kinderküche stehen und bei Oma und Opa darf auch mit richtigen Lebensmitteln gespielt werden und so backt sie dort eifrig Kuchen, brät Rosinen in der Pfanne und kocht Opas Kaffee.
Hin und wieder schraubt sie auch schon mal gerne und versucht sich handwerklich zu betätigen.

Doch trotz all meiner Bemühungen, komme ich aus den Wäschebergen  nicht heraus, die Krümel verteilen sich von einem Zimmer in das nächste, und sobald ich mit einer Baustelle fertig bin hat sich die nächste hinter mir bereits eröffnet und das ohne die so berühmten Zwischenfälle wie kranke Kinder, Durchfall, Erbrechen, Wasserschaden, Spielplatzhosen und den üblichen verdächtigen.

Ach da fällt mir ein: ich habe doch ganz vergessen das unser putzbegeistertes Töchterchen sich auch schon mal ganz gerne, in einem sich unbeobachteten Moment, zu ihrem Glück verhilft, indem sie ihren Trinkbecher umdreht, das Leberwurstbrot auf dem Boden verschmiert oder auch gerne mal etwas Obstmus darunter knetet. Natürlich mit voller Absicht und wenn es ihr dann doch zu viel wird ruft sie einfach: Ihhhhhhhh Mama, da mach saubi, Hanna kann nich.
Wenn dass mal nicht alles sagt…

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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9 Antworten zu Blogparade: Kind-in-Aktion #3 – es darf geputzt und gekocht werden- das Kind im Haushalt

  1. Iris schreibt:

    Hallo Andrea,
    du hast ja wieder richtig toll geschrieben und so schöne Fotos dazugepackt. Ich finde auch, man sollte den Bachahmungstrieb der Kinder nutzen, so lange er noch da ist. Und es ist immer so schln zu sehen, wie stolz die Kleinen auf ihr Werk sind. Perfekte Hausfrauen haben da bestimmt ganz schön zu schlucken und müssen sich zurückhalten, um hier nicht durch zu viel Nacharbeiten die Motivation zu nehmen. Aber da ist bei mir keine Gefahr 😉
    LG Iris

  2. sabo schreibt:

    Mir gefällt das Einbutter-Bild am besten. Irgendwie tut mir die Form fast leid, weil sie aussieht, als würde sie massakriert werden 🙂 Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Kindern Dinge festhalten oder was im Gesicht vorgeht, wenn sie intensiv etwas erledigen 😀
    Liebe Grüße,
    Sabo

    • Queen of Home schreibt:

      Hehe, ja da war ich leider nicht schnell genug und schon wurde der Pinsel im Fett VERSEKNT.
      Aber ja sie hatte Spaß. Manchmal warte ich auch das es anfängt aus dem Köpfchen zu qualmen vor lauter Anstrengung 😉

  3. sunny69a schreibt:

    Hallo Andrea,

    Du hast wieder mal ganz herrliche Bilder zum Thema eingefügt, klasse. Ehrlich gesagt musste ich über das Leberwurstbrot, das mit Absicht auf der Kopfseite auf dem Fußboden landet, grinsen. Ich glaube das ist ein wenig Schadenfreude, weil ich aus diesem Stadium bereits heraus bin. Ein kleiner Trost Süße, es wird besser!!! Den Vileda-Wagen hätte ich übrigens sehr gerne in groß und für mich. Der ist ja fratzig.

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Der NetzBlogger schreibt:

    Hallo Andrea,
    mit diesem Lied, welches Du zu Beginn des Artikels erwähnst, bin ich früher herzlichst gerne durch das Haus gegangen und machte den Haushalt. Es war irgendwie beschwinglich. Und wenn mal jemand anders keine Lust hatte, habe ich einfach dieses Lied gesungen. Das war schon gemein aber … 😉

    Bei mir lief es größtenteils wie bei Dir ab. Teller, Tisch, eigenes Zimmer usw. aber ohne Plan.
    Ein Plan kommt eventuell nur in Frage, wenn mein Sohn so viel selbst zu tun hat aber in die Familienorganisation mit eingebunden werden soll. Einfach nur deshalb um das Zusammengehörigkeitsgefühl und Verantwortungsgefühl zu fördern und stärken. 🙂

    Also ehrlich, Müll und Trockner … aber immerhin. 🙂

    Es ist aber auch sehr wichtig das Kinder Regeln und Grenzen erfahren und lernen dass nicht alles über Nacht von den Heinzelmännchen erledigt wird.

    Das unterschreibe ich so. 🙂

    Mal nebenbei: Ich finde Deine Bilder einfach klasse. Sie sagen so viel aus und sind einfach schön. 🙂

    Du kannst richtig stolz auf Deine Kinder sein. Die große unterstützt ihre Mama beim „saubi“ machen aus purer Lust und Laune. Einfach unglaublich. Da ist doch schön zu wissen, das man doch etwas richtig bei ihr gemacht hat: 😉

    Ich kenne auch das blöde Gefühl, immer wieder von vorne anfangen zu müssen, wo ich doch gerade fertig geworden bin. Vor allem, wenn es um die Katzenhaare geht. 😉

    Vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen und auch sehr detailierten Artikel zur zweiten richtigen Aufgabe. 🙂

    PS: ich mag solche „putzbegeisterten“ Töchter, die einfach mal rein zufällig ihr Brot verlieren, welches selbstverständlich auf der Seite landet, wo die Butter ist. …

    LG Timm

    • Queen of Home schreibt:

      Lieber Timm,

      es ist doch immer wieder schön deine Kommentare zu lesen, sie könnten glatt als eigener Beitrag durchgehen.

      Das die Brote immer auf die beschmierte Seite fallen ist ja gar nicht so verwunderlich sondern mit der Schwerkraft begründet, irgendwie logisch, trotzdem habe ich gestaunt als ich den Bericht mal im TV gesehen habe 😉

      Achja, die guten Katzenhaare *schüttel* Ich finde teilweise heute noch vereinzelt Haare meiner beiden Perser die ich leider vor 6 Jahren abgeben musste.

      Aber eine Rolle Klebeband und ein feuchter Waschlappen hilft Wunder…

      • Der NetzBlogger schreibt:

        Hallo Andrea,
        ich gebe mir wenigstens Mühe da mir meine Leser wichtig sind und mich das Thema ja wirklich beschäftigt. 🙂
        Jaja, die Schwerkraft ist das Übel …
        Interessant ist, dass dafür wirklich wertvolle Sendezeit geopfert wird. Aber im Vergleich mit heutigen Sendungen schaue ich mir lieber 10x in Zeitlupe an, wie die Stulle sich in der Luft dreht und auf der beschmierten Seite landet. 😉
        Warum musstest Du Deine Perser abgeben? Wegen den Kindern?

        Die Idee mit dem Waschlappen finde ich super. Mal sehen, wen ich für das Krabbeln auf dem Boden engagieren kann. 😉
        LG Timm

      • Queen of Home schreibt:

        Lieber Timm,
        die Katzen musste ich aus gesundheitlichen Gründen abgeben, leider hat sich heraus gestellt das ich eine schwere Allergie habe. Unsere älteste leidet auch an Bronchial Asthma, weshalb es schon ganz gut war.

        Der feuchte Waschlappen war eigentlich mehr für Polster und Kleidung gedacht 🙂
        Ohne Werbung machen zu wollen aber die Haare auf dem Boden und Ecken konnte ich immer serh gut mit den Swiffer Systemen beseitigen.

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