Blogparade: Kind-in-Aktion #1: Wir waren alle einmal jung

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Timm hat diesen Monat mit seiner Blogparade Kind-in-Aktion begonnen. Jede Woche gibt es ein Thema aus dem Bereich rund um die Beschäftigung und für Kinder.
Wer neugierig geworden ist, der schaut am besten gleich mal bei Timm vorbei, wir freuen uns wenn noch mehr Leute daran teilnehmen. Und schon geht es los denn #1 Wir waren alle einmal jung.

„Was interessiert euch an dem Thema Kind-in-Aktion?“
Ganz oberflächig interessiert mich das Thema alleine schon weil wir selber 2 eigene Kinder haben. Natürlich ist es ein sehr weitläufiger Oberbegriff und ich bin gespannt was sich dahinter verbirgt und welche Themen noch auf uns zu kommen. Zudem bin ich ein sehr neugieriger Mensch, ich lese gerne was andere schreiben und hole mir Inspiration. Viele Köpfe, viele Ideen.

Was mich betrifft merke ich immer häufiger dass ich einmal jung „war“. Auch wenn ich es selber nicht merke und mich schon gar nicht älter fühle, denkt die Gesellschaft anders darüber.
Hier kann ich direkt wieder eine Frage zur Blogaktion beantworten:“ Inwiefern habt ihr etwas mit Kindern zu tun?“
Meine Ausbildung habe ich zur Erzieherin gemacht und auch Jahrelang in diesem Beruf, mit Kindern von 2-16 Jahren, gearbeitet.
Ich merke hauptsächlich daran das ich „älter“ werde wenn ich auf der Strasse jemanden sehe den ich schon im Kindergarten hatte und die Windeln gewechselt habe. Es ist ein sehr komisches Gefühl wenn ich sehe das „meine“ Kinder jetzt auch schon Kinder haben, studieren, heiraten den Führerschein machen. Für mich ist es wie gestern und ich sag auch immer zu meiner besseren Hälfte: Oh je, dass kann nicht sein, ich weiß noch genau wie ich die oder den damals gefüttert und gewickelt habe….
Es kommt ein Punkt in deinem Leben da wirst du auf der Strasse, von heute auf morgen, mit SIE angesprochen. Aus einem: hast du mal ne Zigarette oder Feuer, weißt du wie spät es ist wird ein: Entschuldigung können sie mir sagen…..
ÖHmmmmmmmmmmmmmmmmmm
Ich bin immer hin und her gerissen nicht zu antworten das ich noch gar nicht so alt bin und man mich ruhig weiter duzen darf, doch die Höflichkeit und der Respekt mit dem man mir auf einmal begegnet lässt mich nur schmunzeln und schweigen 🙂

Und dann haben wir ja noch unsere eigenen 2 Mäuse von 2010 und 2012. Also noch was frischer und ich darf auch wieder und noch Windeln wechseln *grins*

 
Was habt ihr als Kind besonders gerne gemacht? Was habt ihr noch in Erinnerung und was (würdet) möchtet ihr an die (eigenen) Kinder weitergeben bzw. mit eigenen (Ansichten und Erfahrungen) Ideen anreichern?

Dazu könnte man ein eigenes Buch verfassen, ich denke am liebsten habe ich das getan was mir spontan einfällt, die ersten 10 Dinge schreibe ich mal auf.

1. Urlaub am Meer, Weihnachten im CenterParks

2. Fahrrad fahren und Rollschuh laufen

3. Im Garten spielen und toben

4. Mit meiner kleinen Schwester Barbie spielen

5. Eis und Pizza essen

6. Mit Papa ins Schwimmbad fahren

7. Sandkuchen backen, matschen und Regenwürmer suchen

8. Abenteuer erleben auf dem Spielplatz, im Wald, in den Dünen, auf dem Speicher

9. Mit meinen Freundinnen durch die Stadt bummeln

10. Rumhängen, faulenzen, gar nichts tun

IMG_5112Wir versuchen dass unsere Kinder so viel Freiraum wie möglich bekommen können damit sie ihre eigenen Erfahrungen machen können. Woher sollen sie wissen dass der Mehlteig an den Fingern klebt wenn sie nie versucht haben ihn zu kneten… Sie sollen raus an die Luft und die Natur entdecken. Sie dürfen matschen, spielen, toben und auch Quatsch machen. Wenn es erforderlich ist bauen wir auch schnell eine Wasserbahn im Wohnzimmer (auch auf die Gefahr hin dass alles nass wird) Sie sollen ihre Kindheit genießen und unbeschwert aufwachsen. Einfach tun und lassen was sie möchten.
IMG_1998KLAR gibt es bei uns auch Regeln und Grenzen, ohne die funktioniert es einfach nicht, das ist wichtig, sie dürfen das Wohnzimmer in Chaos versetzen aber müssen dann auch wieder aufräumen. Klappt das nicht, gibt’s kein Chaos mehr 🙂 Wir möchten ihnen vermitteln das es im Leben Dinge gibt für die man etwas tun muss, Arbeiten zum Beispiel und zur Belohnung kann man dann davon in den Urlaub fahren. Außerdem sollen sie lernen dass nicht alles selbstverständlich ist.

Beobachtet ihr vergleichbare Beschäftigungen bei heutigen Kindern? Spielen die Kinder noch immer Cowboy und Indianer? Oder hat sich das heute geändert?

Den direkten Vergleich habe ich am besten aus meiner eigenen Kindheit verglichen mit den Kindern die ich betreut habe.
Ich kann mich daran erinnern das wir viel draußen waren und mit Naturmaterialien gespielt haben, Rollenspiele und viel mit Phantasie. Wir hatten natürlich auch Spielzeug, ganz hoch im Kurs standen immer Springseil, Sandspielzeug, Kreide, Bälle, Schläger, Seifenblasen, Musikinstrumente, Kuscheltiere und Murmeln. Wir haben uns alle tierisch über ein Tamagotchi gefreut und später über einen Furby. Dies war auch die Zeit wo wir alle wie verrückt Schlüsselanhänger gesammelt hatten oder bunte Schnuller aus Kunststoff und wir hatten Poesiealben und Stickeralben.

Die Zeiten haben sich verändert. Viele Kinder sitzen oft zu Haus rum und / oder schauen Fernsehen. Sie kennen jede Serie auswendig aber wenn man mit ihnen in den Wald geht weiß sie nicht wozu und was man dort anfangen soll. Aus dem Tamagotchi sind Spielekonsolen und PC s geworden die die Kinder beschäftigen und man kann sie mitnehmen. Bei uns gab es ein Buch für die Autofahrt oder im Urlaub, heute ein Videospiel damit das Kind ruhig ist.
Ich finde das das spielen der Kinder auch untereinander viel gewaltbereiter ist. So werden gerne die beliebten TV und Video / PC Spiele Helden nachgeahmt. Die meistens aber nur sinnlos „kloppen“ im Kopf haben. Wenn man mal genau beobachtet bekommt man schnell das Gefühl das für die Kinder von heute alles größer, schneller, bunter und vor allem laut und teuer sein muss damit es bei ihnen Anklang findet. Ich bin sehr froh das unsere Zwerge noch so klein sind und nur von unserm näheren Umfeld geprägt, das sie sich noch über ein Keks, Gummibärchen oder einen Aufkleber freuen können.

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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8 Antworten zu Blogparade: Kind-in-Aktion #1: Wir waren alle einmal jung

  1. Essence schreibt:

    Big help, big help. And supvilatree news of course.

  2. Der NetzBlogger schreibt:

    Hallo Andrea,
    es gibt den Spruch: Wenn Du anfängst über die Vergangenheit zu reden und dabei den Satze „früher war alles viel besser“ nutzt, dann bist du alt.
    Ob das so stimmt, mag ich bezweifeln. Denn gerade heute gibt es viele Dinge, die sich zum Negativen änderten.
    Wenn ich nun an daran denke, wie schnell die Zeit vergeht, wird mir ganz schummerig.
    Eben kannte ich die Kinder noch als sie klein waren und im nächsten Moment kommen sie mit ihren eigenen Kindern daher. Bei mir war das wie ein Schock, da ich bisher noch keine EIGENEN Kindern hatte, was seine blöden, verdammten Gründe hatte.
    Immer wieder sagte ich mir, wenn ich mit Kindern zu tun hatte, das ich jeden Moment genießen muss, da die Zeit so schnell vorbei geht.
    Und das stimmt (leider). Sofern ich das weiß, werde ich nicht oder weniger überrascht. Irgendwann werden wir halt älter. Ob das Attribut „alt“ sein von der Öffentlichkeit und den Medien bestimmt werden sollte, daran habe ich meine Zweifel. 😉

    Achso: im Nachhinein. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Kindern! 🙂

    In meiner Kinderzeit bin ich auch viel Rad gefahren und zum Glück konnte ich im Garten toben. Das möchte ich wirklich nicht missen.
    Eis und Pizza esse ich noch heute sehr gerne und ich freue mich schon auf die erste Sandburg, die ich mit meinen Sohn baue. 🙂

    Ich finde es gut, dass Du deinen Kindern die Erfahrungen machen lässt, auch wenn das unterschiedlich angesehen wird. Es hängt eben vom Thema ab. Durch Erfahrung lernen wir und warum sollten wir uns und den Kindern das verbieten?
    Selbst wenn wir bestimmte Dinge verbieten würden, so machen sie es trotzdem, wenn wir es nicht sehen. Alles kann nicht verhindert werden. Da spielt eben Glaube, Hoffnung und die bisherige Erziehung eine große Rolle. 😉
    Hierbei spielen Grenzen und Vertrauen die Hauptrolle, oder?

    Einen Tamagotchi hatte ich auch. Aber warum? Ich weiß es nicht. Der Furby war mir dann schon wieder zu „Extra“, zu modern, zu … keine Ahnung. Jedenfalls hatte ich Keinen. 😉

    Die zunehmende Gewalt und Respektlosigkeit lässt mich grübeln und hoffen, das es sich wieder ändern möge. Doch dafür werden von Politik, Wirtschaft und den Medien die falschen Prioritäten gesetzt, die falschen Signale gezeigt bekommen.
    Und da Respekt den Kindern einerseits nicht mehr gezeigt wird, weil es als Schwäche angesehen wird oder man selbst nie das erlernt hat, wird es noch eine Weile andauern, mit dieser sinnlosen Gewalt. Ich kann da nur hoffen, das mein Sohn davon nicht negativ betroffen wird.

    Liebe Andrea, vielen Dank für deinen tollen Artikel mit diesen schönen Bildern. 🙂
    LG Timm

  3. sunny69a schreibt:

    Hallo Andrea,
    als ich gelesen habe, wie Du Dich fühlst, wenn Du jetzt von Deinen Kleinen erzählst die selbst schon groß sind, fiel mir mein Kleiner ein. Ich habe mal auf der Entbindungsstation ein Praktikum gemacht und irgendwann in der Zeitung die Heiratsanzeige des „Kleinen“ gelesen. Das war schon seltsam 😀 Apropos, Glückwunsch an die „neuen“ Eltern!!!
    Mir ist das mit dem aggressiven Spielen noch gar nicht so aufgefallen. Könnte daran liegen, dass ich nun doch schon länger aus dem Geschäft bin 😀

    Liebe Grüße
    Sandra

  4. Iris schreibt:

    Hallo Andrea,
    das ist ja wirklich ein schöner , bunter Beitrag. Das mit dem zunehmend brutalen Nachspielen von Serien usw. ist mir auch schon aufgefallen. Die Serien sind aber in den letzten Jahren auch extrem aggressiv geworden. Neulich zappte ich mal zufällig bei einer neuen Fassung von Heidi rein, die es ja schon vor Jahren mal als Zeichentrickserie gab. Da habe ich einen mächtigen Schreck bekommen, wie schnell da die Schnitte sind, wie unruhig alles ist und wie schrill die Farben und wie kantig die Gesichtszüge geworden sind. Das kommt wirklich auch bei so einem friedlichen Thema schon aggressiv rüber. Kein Wunder, wenn es so von den Kids reproduziert wird.
    LG Iris

  5. Der NetzBlogger schreibt:

    Wirklich klasse Dein Beitrag. 🙂
    So richtig lesen werde ich ihn in einer ruhigen Minute. Bin gerade aus dem Kreißsaal raus. 😉
    LG Timm

    • Queen of Home schreibt:

      Hui dann darf ich schon gratulieren ?!
      Hoffe Mutter und Kind haben alles gut überstanden.
      Und wir bekommen ganz schnell Infos.
      Hier wibbeln schon alle eifrig mit.

      alles Liebe
      Andrea

    • sabo schreibt:

      Ahhhhhhhhhhh …. Kreisch-Saal?
      Ich will auch gratulieren. Ich will Fotos sehen und Namen erfahren. Und meine Glückwünsche an die frischgebackene Mama loswerden (Papa Timm, sorry, aber Dein Beitrag zur Schwangerschaft und Geburt war ja nur ganz klein *hüstel* ) Erst werden Mamis beglückwünscht!

  6. sabo schreibt:

    Genial, Kind im Eimer find ich fast genau so genial, wie Kind mit grünem Förmchen im Gesicht. Knallerbilder 🙂
    Aber Wasserbahn im WoZi kommt mir nicht in die Tüte – das darf alles gerne draußen stattfinden. Ich hatte für den Großen mal Wanne auf Balkonien … bin dann mit dem Ding im Wohnzimmer längsgeschlagen (ohne Kind drinne, aber mit viel Wasser) … Und in der nächsten Wohnung kam dann mal Wasser von der Decke, weil über uns ein unbemerkter Rohrbruch lustig vor sich hinsaute…
    ich bin geheilt von Wasserrutsche im Wohnzimmer 😉

    Liebe Grüße,
    Sabo

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