Blog- Aktion: Blogparade Küchenausstattung – So kaufen wir ein

BewertungskroneIMG_0319Schon seit dem Jahr 2011 läuft die Blogparade Küchenausstattung, auf die ich leider erst in diesem Monat aufmerksam geworden bin. Meine Küche ist mein Reich, in der ich meine Kinder und meinen Mann bekoche, verwöhne und leckere Dinge zaubere. Da ich die Küche jeden Tag mehrmals benutze und sie auch nicht gerade groß ist, ist Kreativität gefragt. In Zusammenarbeit mit Jans Küchenleben ruft der Küchen Atlas regelmäßig zu einem neuen Thema auf, bei dem ihr euch beteiligen könnt. Und wem der Spaß an der Sache nicht genug ist, der hat sogar noch die Chance auf einen tollen und hochwertigen Preis der am Ende jeder Blogparade verlost wird. Die aktuelle Blogparade steht unter dem Thema Einkaufen; gibt es etwas Schöneres für Frauen?!

In unserer jetzigen Zeit kann man ja beinah alles und überall kaufen wenn man es möchte. Dies war vor ein Paar Jahren noch ganz anders.
Meine Großeltern waren Kriegskinder und so etwas wie einkaufen kannten sie erst viel später. Sie sind damit aufgewachsen nachts heimlich Kartoffeln oder Mais vom Feld zu stehlen oder Obst von einem der Bäume und Sträucher, natürlich immer auf der Hut nicht erwischt zu werden. Alles was in die Schürzentasche oder den Henkelmann passte wurde mitgenommen. Ich weiß auch das sie mir Geschichten erzählten wie es war als sie Kinder waren. Die Babys wurden mit Kartoffelschalen gefüttert, welche die Mütter vorher weich gekaut hatten. Ich glaube dies werde ich wohl nie in meinem Leben vergessen.

Als meine Eltern Kinder waren sah dies schon ganz anders aus. Zwar konnte man noch nicht alles und überall besorgen aber man hatte einen Bäcker, der die Brötchen auch an die Haustüre brachte. Eine „ Eierfrau“ die einen mit frischen Eiern versorgte und genug kleine Läden wo man das nötigste bekam. Fleisch wurde meist nur sonntags gegessen und auch nur sehr wenig da es sehr teuer war.

In der Hinsicht können wir uns wohl glücklich schätzen dass wir im westlichen Teil Deutschlands aufgewachsen sind. Meine Schwiegermutter kommt aus Dresden und man merkt deutlich dass es ein sehr großer Unterschied war. Nach dem Spruch:“ Es gab ja nichts“ lebt sie auch heute noch was unsere Zusammentreffen nicht immer leichter macht.
Dort war es wohl so das man zwar einen Bäcker hatte, der aber nicht immer Ware. Man schaute also aus dem Fenster bis man rauch gesehen hat oder wartete vor dessen Türe oder einen Anruf von Freunden und Bekannten die einem dann mitteilten das es was zu kaufen gab. Was dies war wusste man nicht, es gab keine 12 Sorten an Brot und Brötchen sondern das was der Bäcker grade zusammen tragen konnte. Dann hieß es keine Ansprüche stellen und schnell sein. Nach diesem Prinzip ging es auch in den anderen Läden zu. Wenn eine Lieferung eintraf konnte das eine bunt gemischte Palette an Waren sein aber auch nur Tonnenweise Bohnendosen. Gekauft wurde das was bezahlbar oder eintauschbar war und vorhanden. Fleisch, Kaffee, Fett, Obst und Alkohol gab es meist nur über Beziehungen oder „unter der Ladentheke“. Man freute sich wenn man etwas bekam und meist musste man noch sehr lange dafür anstehen. Auch Verpackungstechnisch sah es etwas anders aus. Man hatte einen Beutel, Tasche oder Korb. Die Waren wurden auch schon mal einfach nur in Zeitungspapier gewickelt, dieses konnte man dann zum heizen benutzen.

Als Kind habe ich einkaufen nicht besonders gemocht. Es war langweilig, hat ewig gedauert und man musste viel hin nun her laufen und fahren. Außerdem durfte man nicht alles in den Wagen legen was einem geschmeckt hat und man mochte sondern auch das was die Eltern für „gut“ befunden hatten.
Ich kann mich daran erinnern, als ich noch zu Hause gewohnt habe, das meine Eltern jeden Samstag den Wocheneinkauf gemacht haben- mal mit uns aber auch ohne uns.
Sie sind immer sehr früh aufgestanden und waren den ganzen Vormittag unterwegs. Da sie ein Auto hatten sind sie direkt in 2 oder 3 verschiedene Supermärkte gefahren.
Gemüse, Obst und Eier gab es nur vom Wochenmarkt und vom Bauern.
Transportiert wurde der Einkauf in Klappboxen aus Kunststoff und in Kühltaschen, welche wir natürlich dann alle zusammen in die Wohnung „schleppen“ durften. Das war eine gute Wahl denn so haben meine Eltern unnötigen Plastikmüll vermieden und wir hatten nicht überall die Tüten rum liegen.

Als ich noch alleine gewohnt habe, habe ich mir um das einkaufen nie großartig Gedanken gemacht. In der Mittagspause oder nach der Arbeit bin ich schnell in den nächst gelegenen Supermarkt und habe einfach das gekauft wonach mir der Sinn stand. Alles in eine der „besonders schicken“ Supermarkt Tüten und schon ging es nach Hause. Natürlich habe ich jedes Mal eine neue Tüte gekauft denn die alte lag in meiner Wohnung oder wurde als Abfalltüte benutzt.

Nun bin ich selber (zur Zeit) Hausfrau und Mutter von 2 kleinen Mäusen und muss mich um unsere Einkäufe kümmern.
In den Schwangerschaften und der ersten Zeit als die Mädels noch sehr klein waren haben wir einmal die Woche bei einer großen Lebensmittelkette die meisten Einkäufe und vor allem Konserven, Vorräte und Getränke bestellt.
Da wir im 4. Stock ohne Aufzug wohnen fand ich das einfach genial. In Ruhe am PC auswählen, Lieferwunsch eintragen und abwarten. Die Mindestbestellmenge hatten wir immer erreicht und so war die Lieferung kostenfrei und wurde mir bis auf den Küchentisch gebracht und ausgeräumt. Ebenfalls konnte ich direkt mein Leergut tauschen. Kein schleppen, kein anstehen an den Kassen und Ruhe bei der Auswahl. Super.

IMG_1756Mittlerweile gehen wir aber wieder „normal“ einkaufen da ich schon gerne das Angebot mit eigenen Augen betrachte und wie man gut erkennen kann hilft auch unsere Große fleissig und gerne mit. Getränke lassen wir ab und an aber noch anliefern.
Kleinigkeiten bringt mein Mann nach der Arbeit mit, aus der Drogerie oder dem Supermarkt der auf dem Weg liegt.
IMG_0047Das passt meist in seine Tasche oder er hat einen Beutel dabei. Wenn ich mit den Kindern gehe, landen die Sachen in einer großen Einkaufstasche und/oder dem Kinderwagen. Auch habe ich mir angewöhnt mit Rucksack zu gehen da es viel Rückenfreundlicher zu tragen ist und ich die Hände frei habe.

IMG_0096Auch meist am Samstag machen wir einen „größeren“ Einkauf, da wir kein Auto benutzen wird aber immer nur soviel geholt wie in unseren Einkaufstrolley passt. Maximal noch mit Rucksack oder zusätzlicher Tasche, da kommen die leichten und zerbrechlichen Dinge rein.

IMG_0377Ich gehe am liebsten in einem Supermarkt einkaufen und so lege ich den Einkauf auch aus. Mir ist es einfach zu anstrengend für einen Einkauf in 3 verschiedene Läden zu gehen. Es sei denn sie liegen alle nebeneinander und es gibt nur dort ein spezielles Produkt. Wir haben einen Norma einen Edeka und einen Penny Markt direkt vor der Haustüre in dem wir unsere Einkäufe machen. Wenn es zu schwer oder viel geworden ist können wir auch mal schnell mit dem Einkaufswagen nach Hause fahren. In der Nähe gibt es noch ein Kaufland und einen Lidl. So haben wir genug Abwechslung. Allerdings muss ich dazu sagen das ich bestimmte Produkte auch nicht in jedem Laden kaufe. Fleisch, Obst und Gemüse holen wir nur in 2 oder 3 bestimmten Märkten da wir bei den anderen schon mehr wie einmal negative Erfahrung gemacht haben.
Umverpackungen lassen wir meist direkt im Laden, der Rest wird zu Hause getrennt.
Wenn meine Eltern zu Besuch kommen bringen sie uns auch schon mal eine Obst und Gemüsetüte und frische Eier vom Bauernhof bei ihnen mit. Dies ist natürlich eine ganz andere Qualität, meist viel intensiver im Geschmack, natürlich nicht Größen genormt und vieles hält auch nicht so lang. Aber es ist frisch und ohne Zusatz und Konservierungsstoffe.
Einen Wochenmarkt gibt es bei uns auch allerdings müssen wir da mit dem Bus hinfahren und ganz ehrlich verzichte ich lieber auf das Obst und Gemüse als es dort zu holen. Die meisten Sachen liegen den ganzen Tag offen in der Kälte oder prallen Sonne rum. Jeder fasst es an und legt es wieder zurück. Schon am Mittag sieht der Markt meist aus wie ein Schlachtfeld und die Lebensmittel nicht mehr ansprechend. Zudem kann ich da auch nicht nachvollziehen woher die Sachen stammen und ob es Bio ist oder nicht. Die meisten Händler sprechen nicht einmal die deutsche Sprache.

Gelernt haben wir während unserer Einkaufzeit auch einiges. Gute Produkte müssen nicht zwangsläufig auch teuer oder die teureren Produkte sein. Viele Namen / Markenhersteller produzieren ein und dasselbe Produkt auch in einer Preisgünstigeren Variante. Und oft haben wir schon zum testen 2 Produkte genommen, eines preisgünstig, eines teuer und haben festgestellt das die günstigere Variante Qualitativ die bessere war. Allerdings gibt es auch 2 / 3 Markenprodukte die grundsätzlich gekauft werden. Dies hat aber etwas mit dem Geschmack zu tun.

Die Frage  
Wie stellst du beim Einkaufen die Qualität der Lebensmittel sicher? Ist auch sehr leicht beantwortet:
Ich kann nicht wissen was in einem Produkt wirklich steckt, wo es herkommt und wie es hergestellt wurde wenn ich nicht dabei gewesen bin. Selbst die besten Etiketten und Aufdrucke informieren uns nur über das was wir wissen sollen. Bis ein neuer Lebensmittelskandal z.B. aufgedeckt wurde haben wir das Produkt um welches sich handelt wahrscheinlich sogar schon zu uns genommen.
Ein ordentlicher Umgang mit den Lebensmitteln sichert zumindest schon mal einen kleinen Teil. Wir schauen immer ob Folien, Deckel, Verpackungen usw. richtig geschlossen und intakt sind. Kaufen kein „zerdrücktes“ oder „angemanschtes“ Obst und Gemüse. Tiefkühlprodukte, Wurst, Käse und Milchprodukte werden in einer Kühltasche transportiert und direkt weg geräumt. Gerade bei Fleisch bin ich sehr pingelig, was aber wohl mehr mit dem „Ekel Faktor“ zu tun hat. Dieses wird nur gekauft wenn es mindestens noch 3-4 Tage haltbar ist, wir es innerhalb der nächsten 2 Tage zubereiten und es mir optisch zusagt. Hat es schon leichte Farb Veränderungen oder schwimmt in Flüssigkeit, bleibt es liegen. Außerdem halte ich mich streng an die Regel: Frisches Fleisch stinkt nicht! Wenn Fleisch einen Geruch entwickelt fällt es bei uns definitiv durch, auch wenn viele sagen man muss es nur richtig durch garen. Das mag stimmen, doch das Risiko gehe ich für meine Familie nicht ein. Ebenso die Hände gut reinigen vor dem Kontakt mit Lebensmittel. Obst und Gemüse gut waschen bevor man es benutzt. Wir haben zudem ein extra Schneidebrett und Messer für rohes Fleisch und Fisch. Eier und Geflügel wird grundsätzlich nicht roh oder halb roh verzehrt und falls sich doch mal ein Belag auf dem Frischkäse oder Marmelade gebildet hat wird dies weggeworfen und nicht abgekratzt und noch gegessen. So stellen wir zumindest für uns persönlich ein klein wenig Qualität sicher.

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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5 Antworten zu Blog- Aktion: Blogparade Küchenausstattung – So kaufen wir ein

  1. sunny69a schreibt:

    Hallo Andrea,
    irgendwie hast Du anscheinend fast immer hübsche und passende Bilder zum Thema. Freue mich immer noch diebisch über Deine Poesiealbumfotos. Billiger muss nicht immer schlechter sein, da hast Du recht, vor allem weil vieles eben auch noch nur umverpackt ist. Manche Dinge sind aber auch teurer besser, wie z.B. gutes Fleisch, da legt man dann doch noch ein wenig mehr auf die Theke, glaub ich zumindest.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Dickbauchhase schreibt:

      hehe, ich gebe mir Mühe 😉 Wir haben eh alle Bilder auf dem Rechner und wenn ich grade dran bin findet sich meist auch etwas brauchbares. Solange die Kinder ja noch klein sind macht man doch eh von allem ein Bild.
      Ja, ich gebe dir Recht, es gibt durchaus Dige da gibt man gerne mehr für aus aber das sind diese, wo man auch weiss was man davon hat. Dazu gehören bei uns aber auch Schuhe. Grade bei den Kindern. Solange sie gut an und aus gehen, super passen und die Zwerge richtig drauf laufen können, ist mir das Aussehen und der Preis schon fast egal. Zu unverschämt sollte es aber auch nicht sein 😉

  2. Pingback: "na mir hatten doch nüscht!" | sabo (tage) buch

  3. sabo schreibt:

    Da sind wir uns einkaufstechnisch gar nicht so unähnlich 🙂 Nur dass ich mich nicht in den Supermarkt stelle, und das zeugs aus den Umverpackungen rauspiepel. Das mach ich wenn, dann daheim, weil ich einfach keinen Bock hab, noch ewig da rumzustehen.
    Zu dem „Es gab ja nix“ … hm… ich bin immer wieder erstaunt, wie sich doch die Sichtweise verändert haben muss. Grad in Dresden gab es sicherlich mehr, als bei uns in dem Kleinkaff bzw Großdorf. Unser Bäcker hatte immer Brötchen und Brot (wenn geöffnet war) – oder man hatte Pech, und kam kurz vor Feierabend – dann kriegste auch hier nicht unbedingt noch Brötchen. Und Fleisch gabs halt beim Fleischer wie hier auch – entweder man war fix genug und die tote Kuh war noch in genug Stücke zerlegt – oder andere waren schneller und hatten die Leckerchen weggekauft. Nuja …
    Ich fands jut, Deine Routine zu lesen 🙂
    LG, Sabo

    • Dickbauchhase schreibt:

      Das Karton abfriemeln entscheide ich auch meist danach wie mein Gemütszustand ist. Ich gehöre zu der Sorte Mensch die schonmal ganz schnell genervt sind und die Kriese kriegen wenn der Laden so voll ist das man sich kaum um sich selber drehen kann. Aber da ich ja bequem bin lasse ich den Müll gerne dort. Zu Hause muss ich nur trennen und extra runter gehen zum Pappcontainer ;-(

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