Blog- Aktion: (M)eine Stadt in Bildern – Teil 1

BewertungskroneMeine-StadtAuf daggis-welt hat jetzt im Januar eine neue Blogparade, mit dem Thema (M)eine Stadt in Bildern, gestartet. Da ich mir auch schon mal überlegt hatte, das es ganz interessant sein könnte zu sehen wo andere Blogger leben, seine Stadt ein wenig vor zu stellen, mache ich gerne bei dieser Blogparade mit.
Auch hier steht jeder Monat unter einem anderen Thema zu dem Ihr einen Beitrag, in Wort und Bild, auf Eurem Blog veröffentlichen könnt.
Als kleinen Anreiz wird hin und wieder etwas verlost.

Rathaus vorderansichtIm Januar geht es um VERWALTUNGSGEBÄUDE.
Ausgesucht habe ich mir hierfür das Kölner Rathaus in der Innenstadt.
Fotos: Wikipedia
Textquellen: Wikipedia und Stadt Köln

 

 

RathauslaubeDas Kölner Rathaus besteht aus zwei Gebäudeteilen.
Zum Ersten das Historische Rathaus, in dem Renaissance-Bau des Baumeisters Wilhelm Vernukken wurde 1569 die Arbeit für die Stadt aufgenommen. 
Von den „Einheimischen“ wird es auch „Laube“ genannt.
Als „Haus der Bürger“ fand das Rathaus zwischen 1135 und 1152 die erste urkundliche Erwähnung.
Rathaushalle PiazettaZentrum des „Historischen Rathauses“ ist der 900 Quadratmeter große und 12,60 Meter hohe Freiraum. Im Westen der Hansasaal und die Laube, im Norden der Turm und der Löwenhof, im Osten die Repräsentations- und Diensträume des Oberbürgermeisters und im Süden die „Piazzetta“, die Rathaushalle mit Baldachin.

 

 

HansasaalDer Hansasaal ist das Herzstück des historischen Rathauses. Diese Tagungsstätte der Hanse aus dem 14. Jahrhundert, die später auch als Gerichtssaal und Repräsentationsort des Rates diente, wurde nach dem Krieg in ihrer hochgotischen Form wieder hergestellt.

RathausturmDer Rathausturm, den die Kölner Zünfte von 1407 bis 1414 als Zeichen ihrer Stadtherrschaft errichten ließen, mit seinen fünf Geschossen und einer Gesamthöhe von 61 Metern wurde zum ersten profanen Kölner „Hochhaus“.
Den spätgotischen Turm mit seinen drei vierkantigen unteren und zwei achteckigen Obergeschossen zieren nicht weniger als 130 Steinstatuen von verdiente Kölnerinnen und Kölnern, sowie die Schutzheiligen des Kölner Himmels.
TurmfigurenDer Rathausturm und seine Figuren haben eine lange Tradition. Mittlerweile ziert schon die dritte Generation an Skulpturen die Fassade. 1995 waren alle Figuren der dritten Generation aufgestellt.  Am 29. November 2008 feierten wir offiziell die neuen Skulpturen. Die Fassade des Erdgeschosses zieren Herrscher und herrschergleiche Personen. Im ersten bis zum dritten Obergeschoss befinden sich Charaktere, die für die Kölner Stadtgeschichte von Bedeutung waren. Im vierten Obergeschoss wachen Schutzheilige über die Kölner Bürgerinnen und Bürger.
Turmuhr und PlatzjabbekBerühmt ist auch der „Platz – Jabbeck“, eine Fratze, aus Holz geschnitzt, die mit jedem Stundenschlag der Turmuhr das Maul aufreißt und die Zunge herausstreckt.
Im Krieg brannte der Turm fast vollständig aus.
Das Glockenspiel im Rathausturm besteht aus 48 bronzenen Glocken, die 1958 durch das Kölner Handwerk übergeben wurden.
Der damalige Präsident der Kölner Handwerkskammer sammelte das notwendige Geld zur Restaurierung des während des zweiten Weltkriegs zerstörten Ratsturms und ermöglichte somit auch die Herstellung des Glockenspiels. Von den Nachfolgern der mittelalterlichen Zünfte, den Kölner Handwerksinnungen, wurden 45 Glocken gestiftet. Neben den Kölner Handwerksinnungen stiftete unter anderem auch unser langjähriger Kölner Oberbürgermeister und Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Glocke. Zu erkennen sind die jeweiligen Spender an der Prägung auf den Glocken.
Mit einem Gesamtgewicht von etwa 14 Tonnen hängen die 48 bronzenen Glocken in der Spitze des Rathausturmes. Sie sind auf zwei Etagen verteilt. Jede einzelne Glocke kann mit dem original Klöppel oder mit einem elektromagnetisch ausgelösten Hammer zum Klingen gebracht werden. Vor einiger Zeit wurden die Musikstücke digitalisiert, das bedeutet, dass das Glockenspiel heute von einem Computer in Gang gesetzt wird. Es ist auch noch mit der Hand bespielbar.
Viermal täglich erklingen die Glocken im Ratsturm. Die Auswahl umfasst 24 Musikstücke, die regelmäßig wechseln.

  • 9 Uhr
    „Die Gedanken sind frei“ – Volkslied aus dem 19. Jahrhundert
  • 12 Uhr
    „Tierkreis – 12 Melodien der Sternzeichen“ des Komponisten Karlheinz Stockhausen.
  • 15 Uhr
    Kölner Klassiker
  • 18 Uhr
    Komposition von Jacques Qffenbach

 

Eingang zum Spanischen BauZum Zweiten, steht direkt gegenüber, der Spanische Bau, in dem der heutige Ratssaal untergebracht ist.
Der Spanische Bau hat eine über 400 Jahre alte Geschichte. Leider wurde der ursprüngliche Bau im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Er wurde sehr schnell wieder aufgebaut und konnte zum Glück früh wieder genutzt werden. Daher wurde er vorläufig als Ersatzrathaus verwendet.

Der historische Spanische Bau
In den Jahren 1608 bis 1615 ließ der Rat den historischen Spanischen Bau im Stil der niederländischen Spätrenaissance errichten. Schon damals wurde er für Sitzungen, Versammlungen und natürlich auch für Feste genutzt. Durch seine Lage am Rathausplatz wurde er von den Kölnerinnen und Kölnern damals „Neues Rathaus“ oder auch einfach nur „Neuer Bau“ genannt.

Den Namen Spanischer Bau bekam er erst Mitte des 19. Jahrhunderts, da sich rund 200 Jahre vorher hier die Spanische Liga, das katholische Militärbündniss im Dreißigjährigen Krieg, versammelte. Später befanden sich Gerichte und Ämter der Stadtverwaltung darin.

Durch den Anbau einer Bibliothek musste im 19. Jahrhundert das Haupthaus umgebaut werden. Bis 1913 hatte die Stadtsparkasse hier ihren Sitz und 1920 wurde ein neuer Sitzungssaal für die Stadtverordneten erbaut.

Brunnen im Innenhof des Spanischen BausDer heutige Spanische Bau
Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, konnte der Bau in den Fünfzigern an gleicher Stelle wiedererrichtet werden. Er war das am schnellsten wieder nutzbare Gebäude des Rathauskomplexes. Bis das Historische Rathaus fertig war, arbeiteten dort der Rat und große Teile der Verwaltung.

 

Der Spanische Bau wir im Zeitraum von September 2001 bis Oktober 2003 komplett saniert. Der Charakter und die Identität des Baudenkmals sollten  dabei so weit wie möglich erhalten werdem, daher sind nur notwendige Erneuerungen vorgenommen worden, unter anderem wurde die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. Größere Veränderungen sind die Schließung des Arkardenhofes, die Errichtung von zwei Trauzimmern sowie die Überdachung des Innenhofes an der Portalsgasse.

Die Kunst im Spanischen Bau
Außen ist der Spanischen Baus mit seinen Ziegelfassaden eher konservativ und am Eingang am Rathausplatz befinden sich Werksteine, in die der Bildhauer Günther Lossow Ährenbündel gemeißelt hat. Sie symbolisieren das Wachsen und Gedeihen im Laufe der Zeit.

Über dem Portal am Theo-Burauen-Platz hängt eine fast vier Meter hohe Bronzefigur, die Mutter Colonia vom Bildhauer Seff Weidl. Wie die Madonna mit dem Schutzmantel umfängt sie ihr Kinder, also uns, die Bürgerinnen und Bürger Kölns.

Spanischer BauDer Grundriss des Hauses ist in Form einer Acht und bildet zwei Höfe. Zum einen den offenen Arkardenhof zwischen dem Rathausplatz und der Kleinen Budengasse. Mitten auf ihm steht ein Brunnen von Olaf Höhnen. Ein zweiter Hof liegt zwischen den Büros am Rathausplatz und bei Unter Goldschmied. Überspannt ist er mit einem auf Stützen angebrachten Glasdach. Durch das Dach bietet dieser Innenhof Raum für verschiedene größere Anlässe. Im südlichen Teil des Innenhofes ist ein Stadtmodell von Köln zu sehen.

Innen im Bau treten die typischen Ausstattungselemente der fünfziger Jahre in den Vordergrund. Dieser ist neben wertvollen Materialien auch mit aufwendig gestalteten Leuchten ausgestattet.

An der Nordseite des Foyers befindet sich das große Europa-Mosaik von Hans Jürgen Grümmer. Um die zentrale Figur Europa sind die Städte Köln, Paris, Rom und Aachen durch kennzeichnende Bauten präsentiert.

Am Aufgang zum Foyer vom ersten Obergeschoss ist ein Fenster mit einer Glasmalerei von Georg Meistermann, welche den Stadtgrundriss Kölns darstellt. Das Kunstwerk enthält wichtige Daten und Namen unserer Geschichte in Form einer Chronik.

 

PrätoriumPraetoriumDie Stelle, an der die beiden Gebäude stehen ist jedoch noch viel geschichtsträchtiger: Hier wurde bereits zu römischer Zeit regiert; vom Praetorium aus. Heute Unterirdisch gelegen wurde es bei Arbeiten am Spanischen Bau entdeckt und kann nun besichtigt werden. HIER könnt Ihr alles dazu nachlesen.

 

Petersbrunnen                  Löwenhof             Innenhof                  Aufgang Senatssaal

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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10 Antworten zu Blog- Aktion: (M)eine Stadt in Bildern – Teil 1

  1. knipsartist schreibt:

    Ich habe das Rathaus kürzlich von der Portalsgasse aus fotografiert und darum herum ein identisches Bild aus dem Zweiten Weltkrieg montiert.
    http://knipsartist.wordpress.com/2013/06/25/refotografie-iv/

  2. Vielen Dank für den Artikel und die vielen vielen interessanten Infos!

  3. Gänseblümchen schreibt:

    Ich war 2011 auf einem Lehrgang in Köln und ich machte mir vorher Sorgen, dass ich in meiner knapp bemessenen Freizeit vor der Heimfahrt den Kölner Dom nicht finde. Nun sage ich noch kurz, wie ich gereist bin: Mit dem Zug! Ich denke die meisten werden den WItz an der Sache (wenn es man nur einer wäre, es ist nämlich wirklich so gewesen) verstehen…! Aber der Kölner Dom ist wirklich schön und dann habt ihr tatsächlich noch so ein schönes Rathaus. Ich muß wohl doch noch einmal wieder kommen! 🙂

    • Dickbauchhase schreibt:

      In Köln ist der Zug oder die Bahn wirklich die beste Möglichkeit zu Reisen, denn Autofahren gerenzt an Überlebenstraining 🙂
      Oh wir haben wirklich viele schöne Ecken und einige interessante Gebäude, ich stell mich gerne für ein kleines Sightseeing zur Verfügung 😉

    • *grins* – ging mir aber auch so, ich bin raus aus dem Bahnhof und hab erst mal mit offenem Mund da gestanden 🙂

  4. ticketi2000 schreibt:

    Ach in Köln war ich leider auch noch nie. Würde mich aber sehr interessieren. Gut unsere popöigen Gebäude können da natürlich nicht mithalten.

  5. dieTestfamilie.de schreibt:

    Köln ist sooo toll 🙂
    Bin im Mai wieder ein paar Tage da zur interzum 🙂

    • Dickbauchhase schreibt:

      Na dass hättest Du mir jetzt nicht sagen dürfen 😉
      Wir wohnen 5 Minuten mit dem Auto von der Messe entfernt, da bleiben bestimmt 10 Minütchen für nen Kaffee oder?! *grins*

  6. MestraYllana schreibt:

    Na, im Vergleich zu unserem Rathaus ist das wirklich einen Tacken größer!
    Gefällt mir aber gut, das Gebäude – so schön verschnörkelt!

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