Buch: Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp von Virginia Ironside


Hallo zusammen,

Vor kurzem habe ich  an einer Tausch / Wanderbuchaktion teilgenommen.
Nein! Ich will keinen Seniorenteller!Ich habe das Porto bezahlt und dafür einen Karton voll mit Büchern bekommen. Leider waren viele Bücher dabei mit denen ich gar nichts anfangen kann, entweder sind sie viel zu veraltet oder gehören einem, für mich, uninteressanten Genre an. Auch dieses Buch wollte ich direkt weitergeben, habe mich dann aber dazu entschlossen den Text der Rückseite zu lesen. Vielleicht lag es daran das es ein weißes Buch ist, mir ist aufgefallen das es kaum weiße Bücher gibt und ich selber besitze auch nur 5, wovon 3 Jahrbücher meiner ehmaligen Schule sind.  Da ich sehr begeistert war, habe ich das Buch angelesen, hätte es ja jederzeit abbrechen können. Nun habe ich es zu Ende gelesen und möchte Euch ein wenig davon erzählen.

Titel:
Autor:
Genre:
Verlag:
Ausgabe:
Seiten:
ISBN:
Größe / Gewicht:
Sprache:
Preis: 
Nein! Ich will keinen Seniorenteller
Virginia Ironside
Roman, Erzählung, Amerikanische Belletristik
Goldmann TB
8.Auflage 08.02.2010
288
344246868x
18,6 x 11,8 x 2,2 cm
deutsch
8,95 Euro 

Beschreibung:

Marie Sharp, das Alter Ego der Journalistin Virginia Ironside, ist zu jung, um einen Treppenlift zu benutzen, aber doch reif genug, um den Vorteil bequemer Schuhe zu schätzen. Sie geht gern auf Beerdigungen, die sie viel unterhaltsamer findet als Hochzeiten, sie tauscht den Gynäkologen gegen einen Chiropraktiker, liest begeistert Todesanzeigen und fragt sich, ob sie wohl an Alzheimer erkranken wird. Denn Marie Sharp wird langsam alt und ist verdammt froh darüber. Als ihr sechzigster Geburtstag näher rückt, beschließt Marie, ein Tagebuch zu beginnen und all die Ereignisse der nächsten Monate festzuhalten. Es wird ein turbulentes Jahr, in dessen Verlauf Marie Großmutter wird, aber auch ihren besten Freund verliert; ein Jahr, in dem sie Feste feiert, neue Bekanntschaften schließt und sich schließlich erneut in ihren Jugendschwarm Archie verliebt. Vor allem aber ist es eine Zeit, in der sie es genießt, endlich nicht mehr jung sein zu müssen Ein wunderbares Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind.
Ein bezauberndes, witziges Lesevergnügen für alle, die sich so alt fühlen, wie sie sind

Herbst des Lebens? Generation Silber? Unsinn! Marie Sharp wird demnächst sechzig und damit schlicht alt. Ein Grund zum Feiern, wie sie findet. Schon wegen all der Dinge, die sie jetzt nicht mehr tun muss, wie etwa Volkshochschulkurse besuchen. Nichts hasst Marie so sehr wie umtriebige Senioren, die nur so alt sind, wie sich fühlen – sie stürzt sich lieber kopfüber in das Vergnügen, nicht mehr jung sein zu müssen. Dazu gehört ihre neue Rolle als Großmutter und eine alte Liebe. Denn Maries Jugendschwarm ist wieder zu haben …

Vom Vergnügen, endlich nicht mehr jung sein zu müssen.

Meine Meinung zum Buch:

Ein herzallerliebstes, frisches Lesevergnügen um das für und wieder des „alt “ werden.
Marie ist 59 Jahre und blickt voller Vorfreude auf ihren 60 Geburtstag. Dann kann sie endlich „offiziell“ alt sein und nur noch die Dinge machen die sie selber interessieren und nicht die von ihr erwartet werden. Sie beginnt ein Tagebuch zu schreiben, welches wir in diesem Buch lesen. Dadurch das es keine Kapitel und seitenlange Erzählungen gibt, sondern kurze pfiffige Tagebucheinträge lässt es sich sehr leicht lesen und auch zwischendurch immer mal wieder weglegen ohne die Befürchtung haben zu müssen man findet den Anschluss nicht mehr.
Die Hauptcharaktere sind auf ein Minimum beschränkt, was es leicht macht der Sache zu folgen. Alle anderen Personen werden lediglich erwähnt oder in 2-3 Sätzen beschrieben.
Wir erhalten einen Einblick in das Single-Leben einer 60 jährigen, in England lebenden, vornehmen Dame mit allem was dazu gehört.
Ihrer besten Freundin die ständig auf Männersuche ist und nicht alleine sein mag und zudem etwas hypochondrisch veranlagt ist. Was dazu führt das die beiden Damen des Öfteren Krankheiten bei sich feststellen, diese analysieren und sich dann gegenseitig davon überzeugen diese Krankheit nicht zu haben. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und unterstützen sich in alles Lebenslagen. Allerdings versucht sie Marie auch immer wieder davon zu überzeugen das man mit 60  ja nun die Zeit dazu hat Dinge zu machen die man vorher nicht konnte. Wie z.B. Spanisch lernen, einem Buchclub beizutreten usw.. Was Marie natürlich ablehnt denn mit 60 muss man das endlich nicht mehr.
Ihren besten Freunden, ein homosexuelles Pärchen, mit denen sie viel Freizeit verbringt, Telefonate führt und sich immer mal wieder auf ein Glas Wein, Sekt andere Alkoholischen Getränke aber ab und an auch eine Tasse Tee trifft um über Gott und die Welt zu sprechen. Im Verlauf des Buches erkrankt einer der beiden an Krebs und verstirbt.
Ihren Sohn der mittlerweile verheiratet ist und dessen Frau schwanger wird. Was natürlich bedeutet das Marie Großmutter wird. Was sie natürlich ganz toll findet und sich sehr freut aber dann kommen natürlich auch die Sorgen ob sie alles richtig macht.
Die junge Französin, die sie bei sich aufgenommen hat im ehemaligen Zimmer ihres Sohnes schläft und so gut wie kein Wort deutsch, also im Originalfall englisch spricht.
Erst hat sie einen sogenannten „Künstler“ zum Freund der ihr aber dann nur Drogen anbieten wollte und dann verlieben sie und Maries polnischer Putzmann sich in einander.
Und dann wäre da noch ihre alte Jugendliebe Archie, dessen Frau vor kurzem verstorben ist. Um nicht alleine zu sein in seinem großen Haus veranstaltet er ein Bankett. Und obwohl Marie sich der körperlichen Liebe abgeschworen hat und sogar ihr Ehebett gegen ein Singlebett getauscht hat kann sie es nicht verhindern das sie sich, bei ihren Treffen erneut wieder in den charmanten Archie verliebt.

In dem Buch werden die Themen die zum ganz normalen Alltag gehören aus der Sicht einer rüstigen Pensionärin erzählt. Realistisch aber dennoch sehr amüsant dargestellt und mit viel Liebe beschrieben.
Selten habe ich bei einem Buch so viel gelacht und geschmunzelt aber auch ein Tränchen ist geflossen.
Es besitzt alles was ein Buch braucht, etwas Romantik, die aber nicht in eine elendig lange Liebesgeschichte ausartet, Humor, doch nur soviel um das Buch nicht ins unglaubwürdige zu ziehen und ein wenig Dramatik, welche zwar ergreifend aber nicht deprimierend ist.
Absolut empfehlenswert wenn man mal etwas „anderes“ lesen möchte.

Meine Bewertung:
                                        

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Über Queen of Home

Im Moment verbringe ich meine Zeit damit, an meinem Blog https://queenofhome.wordpress.com/ zu arbeiten und den Weg vom Wickeltisch in die Küche zur Milchflasche zu planen. Auf dem Weg dahin liegt der Flur des Spielzeuggrauens und so manch einer wurde schon von Teddy verschleppt und nicht mehr gefunden.....
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2 Antworten zu Buch: Nein! Ich will keinen Seniorenteller: Das Tagebuch der Marie Sharp von Virginia Ironside

  1. Bibbi..oder auch Bee (wie ich hier genannt werde)....lol schreibt:

    Das Buch ‚ich hasse den Sommer‘ könnte für mich geschrieben worden sein – ich hab auch genug von der eeeewingen Sonne!!!!

  2. Bibbi..oder auch Bee (wie ich hier genannt werde)....lol schreibt:

    das Buch hätte ich gerne!! ich glaub Du schriebst schon mal dass das original in englisch ist ..oder? wär mir aber eh‘ egal….:-)
    Mal schaun bei amazone….

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